Tales from Topographic Oceans

Tales from Topographic Oceans ist ein Doppelalbum der britischen Progressiv-Rock-Gruppe Yes. Es ist das siebte Album der Band und das sechste Studioalbum.

Ein wesentliches Merkmal von Yes war zur Zeit der Entstehung dieses Albums ein permanenter Wechsel der Musiker. Vor der Aufnahme dieses Albums war der Schlagzeuger Bill Bruford  durch Alan White  ersetzt worden, nach der Tour zu diesem Album verließ der Keyboarder Rick Wakeman die Band zum ersten Mal. Er kehrte jedoch während der Arbeit am Album Going for the One im November 1976 zu Yes zurück.

Die Zeit von „Tales From Topographic Oceans“, also um 1973 herum, war die absolut kreativste Hochphase von Yes. Nie wieder erreichten sie dieses progressive Niveau (vielleicht noch auf „Relayer“), vermutlich auch deshalb waren spätere Aufnahmen zwar kommerziell erfolgreicher, künstlerisch war es doch deutlich schwächer. Doch wie so vieles im Leben war auch diese Doppel-LP im Yes-Lager und der Musikkritik nicht unumstritten. Es gab die Hasser und die totalen Fans. Die Hasser warfen der Band Größenwahn vor, was aus damaliger Sicht vielleicht nicht ganz falsch war. Ein Album kann in dem Moment, in dem es herauskommt, als enttäuschend angesehen werden. Und später für immer neu bewertet werden. Dies hat vor allem mit dem Zeitpunkt und dem kritischen Konsens zu einem bestimmten Zeitpunkt zu tun. Hatte man sich aber einmal ernsthaft mit dem Werk beschäftigt – was zeitaufwendig war –, so hielt einen dieses Werk gefangen. Ich gehöre bis heute zum absoluten Liebhaber dieses Albums.